IPI - Intelligent Print Inspection

09.06.2020

Intelligent Print Inspection Logo

Revolutionäre IPI-Technologie

IPI steht für Intelligent Print Inspection und eröffnet einen neuen Weg die Druckbildkontrolle durchzuführen. Grundsätzlich ist mit ‘digitaler Druckbildkontrolle’ der Vergleich eines Druckmusters mit einer Vorlage gemeint. Dabei sind Vorlage und Muster beides Bilder oder auch Teilausschnitte von Bildern, die von dem Inspektionssystem aufgenommen wurden und in dem System als digitale Daten («Bitmaps») vorliegen. Konzeptionell kann eine Druckbildkontrolle als Subtraktion des Musters von der Vorlage gesehen werden:

Das heisst, wenn das Musterbild zu 100% dem Vorlagenbild entspricht, dann ergibt die Subtraktion der beiden Bilder ein «schwarzes» Ergebnis-Bild ( keine Fehler vorhanden) Weicht das Muster allerdings von der Vorlage ab, dann weist das Ergebnis-Bild eine Differenz auf, die in Position und Ausmass dem Druckfehler entspricht. Diese Differenz wird vom Inspektionssystem ausgewertet und kann verschiede Aktionen auslösen: Zum Beispiel einen Bediener alarmieren, den Drucker anhalten oder auch einer Datenbank melden, dass diese Druckseite einen Fehler beinhaltet und in der Weiterverarbeitung ausgeschleust werden muss.

Intelligent Print Inspection Template

Neuer Denkansatz umgesetzt

Bei der traditionellen Druckinspektion, wird die Vorlage für den Bildabgleich vom Bediener erstellt (Golden Template). Dabei werden auf einer für ‘gut’ befundenen Druckseite eine Reihe von zu kontrollierenden Features ausgewählt

IPI öffnet einen anderen Weg, die Vorlage für den Bildabgleich zu erzeugen: Anstatt die Vorlage vom Bediener festzulegen, verwendet das IPI-System die rohen Druckdaten, die direkt vom Drucker-Kontroller an die Inkjet-Druckknöpfe gesendet werden. Das heisst IPI liest diese Daten mit und generiert daraus ein digitales Bild ohne den Drucker zu beeinflussen. Dieses generierte Bild dient dem System als Vorlage zum Vergleich mit dem Druckmuster.

IPI - Intelligent Print Inspection Workflow

Innovative Möglichkeiten mit Intelligent Print inspection

Dieser direkte Vergleich von ‘was sollte gedruckt werden’ zu ‘was wurde tatsächlich gedruckt’ ohne im Voraus ein Golden Template zu erzeugen, ermöglicht ganz neue Anwendungen:
Es können im Transaktionsdruck Fehler im Druck von variablen Daten erkannt werden, ohne dass im Vorfeld beispielsweise die Adress-Information bekannt war.
Weiterhin ist es möglich zum Beispiel in  Fotobüchern Druckfehler in allen Graphiken und Fotos zu detektieren, selbst wenn sie in einem gesamten Druckjob nur einmal vorkommen.

Weniger Aufwand für Bedienpersonal

Das Bedienpersonal wird stark entlastet, da das notwendige Setup eines Golden Template entfällt. Als Benutzeroberfläche von IPI dient weiterhin das Hunkeler Web Inspection WI8-System. Daraus folgt, dass auch die Standard-Funktionen des WI8 mit Ergebnissen aus der IPI verbunden werden können. Dies ist zum Beispiel dann notwendig, wenn zusätzlich zur Druckbildkontrolle auch gezielt Düsenausfälle erkannt werden sollen. Die IPI-Funktionalität erfordert einen sehr hohen Datendurchsatz und stellt sehr grosse Anforderungen an die PC-Hardware.  Daher ist die Auflösung für IPI auf 300dpi begrenzt. Währenddessen für Düsenausfälle meist die doppelte Auflösung notwendig ist (600dpi), wie sie vom WI8-System unterstützt wird.

Anwendung und Verfügbarkeit von IPI – Intelligent Print Inspection

Das Intelligent Print Inspection ist eine Option des Hunkeler Web Inspection Systems WI8.
Die Funktion ist derzeit für die Canon ColorStream Druckerserie verfügbar.
Die Anbindungen für andere Drucksysteme sind derzeit in der Entwicklung.

Weiterführende Links

Hunkeler Web Inspection WI8

IPI Intelligent Print Inspection Video auf Youtube