Beltz Grafische Betriebe investiert in Finishing von Hunkeler

02.03.2021

Buchblockproduktion mit Hunkeler Finishing

Michael Tuchscher von Beltz Grafische Betriebe erklärt, welche Überlegungen gemacht wurden und warum sie schließlich in eine Hunkeler Lösung investiert haben. Mit der Hunkeler-Investition kann Beltz Buchblöcke produzieren, die in der hauseigenen Buchbinderei des weiterverarbeitet werden können.

Vorstellung

Mein Name ist Michael Tuchscher und ich arbeite in der Geschäftsleitung von Beltz Grafische Betriebe. Ich bin seit 2017 hier und unterstütze das Unternehmen und meine Kollegen bei der Optimierung der Prozesse und Abläufe. Außerdem bin ich zuständig für die Strategie und bereite Investitionen für unsere Zukunft vor. Wir sind Teil der Beltz Rübelmann Holding mit zwei integrierten Verlagen in der Nähe von Frankfurt. Wir haben unseren Sitz in Bad Langensalza, in der Mitte von Deutschland. Dort, wo auch das Unternehmen 1841 gegründet wurde. Zu erwähnen gilt es zudem, dass zwei große Distributoren und vier Verlage nicht weit von uns entfernt sind.

Was wird hauptsächlich produziert?

Wir sind ein Dienstleister für nationale und europäische Verlage zur Herstellung von Hard- und Softcovern sowie auch anderen Verlagsprodukten. Wir sind einer der größten Hardcover-Produzenten in Deutschland und unser Know-how finden Sie in Kinderbüchern, Büchern für Wissenschaft, Wirtschaft und auch Nachschlagewerken.

Wie hat sich der Markt in Deutschland entwickelt, als Sie in die Digitalisierung investiert haben?

In der Vergangenheit haben wir mehr als 50.000 Bücher, Industriekataloge und Handelskataloge produziert. Immer im Offset und immer auf konventionelle Art und Weise. In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen unserer Kunden und Verlage jedoch verändert. Wir erhalten jetzt mehr Aufträge in Kleinauflagen. Es war also nicht unser Wunsch oder unsere Idee, in neue Produktionslinien zu investieren. Es ist ein Umstand, an den wir unseren Fokus und Prozesse anpassen, um langfristig unseren Erfolg sowie unsere Zukunft zu sichern.

In was haben Sie investiert?

In unser altes Drucksystem und die bisherige Hunkeler Lösung für die Erstellung von Bögen auf herkömmliche Weise. Unser erstes Ziel war es, die Maschinen zu ersetzen und nicht, den Produktionsweg zu optimieren. So gingen wir auch in die Gespräche mit Hunkeler. Wir konzentrierten uns auf optimierte Produktionsmethoden sowie neue Lösungen für gebundene Buchblöcke direkt am Drucker. So haben wir uns für den Plowfolder PF7 und den SD7-2 mit Sternradauslage entschieden, um die Buchblöcke für das Perfect Binding vorzubereiten. Die Lösung kann Inline und Nearline mit dem Drucker von HP eingesetzt werden. Zusätzlich haben wir eine zweite Produktionslinie, in der wir das CS8 Schneidemodul von Hunkeler und auch das „Universe Web“ von Meccanotecnica installiert haben.

Ist es zu früh, um zu fragen, ob die Investition ein wirtschaftlicher Erfolg ist?

Nein, nein. Ende des Jahres haben wir einen Auftrag von einem großen Verlag in Deutschland bekommen. Außerdem führen wir gute Gespräche mit anderen Verlagen in Deutschland. So können wir schon bald neue Lösungen für die Kundenanforderungen hinzufügen. Und zwar sehr, sehr früh. Wir führen einige Diskussionen um unser Produktportfolio in die digitale Welt zu erweitern und so auch unsere Position gegenüber Wettbewerbern zu verbessern, die zu diesem Zeitpunkt keine Investitionen tätigen.

Die Investition eröffnet Ihnen also auch neue Chancen im Markt?

Ja, auch. Wir haben neue Kunden in anderen Branchen dazu gewonnen und halten immer die Augen nach Kunden offen, die im Rolle-Rolle-Offset produzieren und auch zum Digitaldruck wechseln möchten.

Dieser Artikel und das Video wurden von Inkish erstellt. (https://inkish.news/)